Grünes Licht für GrasGoed

Mit dem Interreg-Projekt “GrasGoed – Natuurlijk Groen als Grondstof“ (GrasGut – Natürliches Grün als Grundstoff) wollen Naturschutzbehörden, Unternehmen und Forschungsstellen in der Grenzregion zwischen Flandern und den Niederlanden den Reststoffen aus Landschaftsplegearbeiten ein zweites Leben einhauchen.

 

Bei der Pflege von Feuchtgebieten wie Ried, Feuchtwiesen und feuchten Heiden wird das Mähgut häufig nicht oder nur begrenzt verwertet. Das ist schade, denn jährlich fallen dort Tausende Tonnen Mähgut an. Es ist nicht nur eine logistische Herausforderung, das Mähgut aus diesen Gebieten abzutransportieren, auch die Deponierung des Mähguts ist eine teure Angelegenheit. Diese Probleme will das vorliegende Projekt durch die Verbesserung der Mäh-, Transport- und Verarbeitungsmaschinen, die Entwicklung neuer Produkte und die Schaffung eines Absatzmarktes lösen.

 

Wer mäht, der wird auch ernten

Mähgut soll als nachhaltiges Produkt ein zweites Leben bekommen. Das möchte GrasGoed erreichen. Wir sammeln in den drei Regionen so viel grasartige Biomasse wie möglich, um eine ökonomisch attraktive Menge zusammenzubringen. Dazu verbessern wir unter anderem die Mäh-, Vorbehandlungs- und Transportsysteme. So kann das Mähgut besser aus den Naturgebieten herausgebracht werden, ist trocken und lässt sich kostengünstiger transportieren.

 

Wir arbeiten auch an der Verbesserung von Maschinen, die die Zellstrukturen des Grases aufbrechen und es in Fasern, Proteine und Zellsäfte trennen. Schließlich entwickeln wir neue regionale Produkte auf der Basis dieser Fasern, Proteine und Zellsäfte, beispielsweise Papier und Pappe, Dämmstoffe oder torffreie Blumenerde aus Grasfasern. Das Eiweißkonzentrat und den Nährstoffsaft versuchen wir anschließend als Viehfutter oder Bodenverbesserer zu verwerten.

 

Vom Gras zum Produkt

Bei GrasGoed arbeiten 12 Partner gemeinsam an Lösungen, um die Verarbeitungskette vom Gras zum Produkt lückenlos zu schließen. Die Naturschutzorganisationen Natuurpunt, Grenspark De Zoom-Kalmthoutse Heide, Natuurmonumenten und Brabants Landschap suchen nach Techniken, um Feuchtwiesen zu mähen, ohne die Natur zu schädigen. Das Mähgut stammt aus drei Regionen: Altena-Biesbosch/Vlijmens Ven, Grenspark De Zoom-Kalmthoutse Heide und Dommeldal/Vallei van de Zwarte Beek.

 

Die zwei Landschaftspflegefirmen Verschoor Groen & Recreatie und VanderVelden entwickeln Maschinen, mit denen sich Mähgut aus Feuchtgebieten besser sammeln und vor Ort für den Transport vorbereiten lässt. Die beiden Unternehmen Grassa und Newfoss verarbeiten das gemähte Gras zu Grundstoffen. Millvision und Agricon, zwei Produktentwickler, erschaffen aus diesen Grundstoffen dann neue Prototypen und Produkte. Avans Hogeschool und Inverde kümmern sich um Inventarisierung und Marktentwicklung und setzen die mit dem Projekt neu gewonnenen Erkenntnisse in Schulungsmaterial um.

 

Wachsen mit uns

Auch Sie können an GrasGoed mitwirken. Aus Mähgut lassen sich unglaublich viele Produkte entwickeln, doch der Markt ist noch jung. Gemeinsam mit den Entwicklern biobasierter Produkte möchten wir den Markt gerne stärker und besser erschließen. Unternehmen und Einrichtungen, die nachhaltig und sozialverantwortlich handeln möchten, laden wir ein, zusammen mit uns zu überlegen, wie dies mit dem Einsatz neuer biobasierter Produkte möglich ist. Wir veranstalten regelmäßig Vorführungen und Expertenmeetings, zu denen Sie sich anmelden können.

 

Kontakt

Katrien Wijns

Interreg-Projektkoordinatorin für GrasGoed – Natuurlijk Groen als Grondstof

Natuurpunt Beheer

Coxiestraat 11 | 2800 Mechelen

+32 (0)15 – 29 27 82 | +32 (0)497 – 05 29 21

info@grasgoed.eu

 

Dieses Projekt läuft von August 2016 bis Juni 2019.